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Die klassische Homöopathie ist eine über 200 Jahre alte, empirische Therapie, begründet von Samuel Hahnemann. Ihr Ähnlichkeitsgesetz: ‚ similia similibus currentur’, Ähnliches mit Ähnlichem heilen, (es wurde bereits früher, vor 2000 Jahren von den alten griechischen Ärzten ,später dann von Paracelsius vor 500 Jahren) formuliert Samuel Hahnemann 1796. 1789 übersetzt Hahnemann Cullens Materia Medica und stößt dabei auf dessen Erklärungen über die Wirkung der Chinarinde bei Wechselfieber. Daraufhin führt er einen Selbstversuch mit Chinarinde durch, nimmt sie täglich zu sich und entwickelt zu seiner Überraschung Symptome einer Malaria-Erkrankung, ohne infiziert zu sein. Als er die Einnahme stoppt, verschwinden diese Symptome wieder. Mehrere Wiederholungen dieses Experiments ergaben jedes Mal das gleiche Resultat und in Hahnemann reifte die Erkenntnis, dass er ein Naturprinzip erkannt hatte: Nämlich das eine Krankheit nur dann geheilt werden kann, wenn man einem Patienten ein Arzneimittel gibt, welches beim gesunden Menschen ähnliche Krankheitssymptome hervorruft! Er ließ sich jedoch noch sechs Jahre Zeit, bevor er 1796 erstmals seinen Grundsatz ' similia similibus currentur' veröffentlichte. Während dieser Zeit beobachtete, prüfte und experimentierte er ununterbrochen an seiner Entdeckung und schrieb die Ergebnisse seiner Versuche genau nieder. Diese so genannten Arzneimittelbilder, auf Basis der Arzneimittelprüfung (AMP) sind auch heute noch die Grundlage der homöopathischen Behandlung. Dank dem Ähnlichkeitsprinzip ist es möglich Krankheiten und Störungen mit dem passenden, eben ähnlichen Mittel zu heilen. Das die Homöopathie auch sanft und sicher ist verdanken wir einem weiteren genialen Gedanken Hahnemanns, dem Prinzip der Potenzierung. Durch z. T. sehr heftige Reaktionen auf die Einnahme der Heilsubstanzen „verdünnte“ (potenziere) er sie immer weiter bis zwar die Wirkung erhalten blieb nicht jedoch die Vergiftungserscheinungen. Kommt ein PatientInn mit seinem Leiden in die Praxis, wird zuerst einmal eine sehr ausführliche Anamnese (Krankengeschichte) erstellt. Der Homöopath (Heilpraktiker oder Arzt) kann sich so ein umfangreiches ‚Patientenbild’ machen um es dann mit den Arzneimittelbildern abzugleichen um das ähnlichste zu finden, das dann die passende Heilsubstanz ist. Der PatientInn bekommt „seine“ Substanz dann in potenzierter (verdünnter) Form, meist als Globuli (kleine Milchzuckerkügelchen getränkt mit dem Heilmittel) verabreicht. Ist die Ähnlichkeit, ich bezeichne sie auch gerne als Resonanz, groß genug, beginnt eine Reaktion im Menschen. Sie kann sich als so genannte Erstverschlimmerung zeigen, bei der sich die Symptome für kurze Zeit verschlimmern um dann nachhaltig abzuklingen. Möglicherweise tauchen nach und nach auch frühere Symptome wieder auf, die mit der akuten Situation nichts zu tun haben. Das bedeutet dass die Heilreaktion sich auch auf alte, noch nicht wirklich ausgeheilte Prozesse ausdehnt. Nur der erfahrene gut ausgebildete Homöopath kann mit Hilfe des Patienten, der seine Beobachtungen an ihn weitergibt, entscheiden ob der Prozess in die gewünschte Richtung läuft oder ob eventuell ein anderes Mittel verabreicht werden muss. Im Sinne meiner Aussage auf der Anfangseite meiner Homepage halte ich die klassische Homöopathie für eine, mich immer wieder in Staunen versetzende Heilmethode, die das enorme Potenzial an Selbstheilungskräften in uns unterstützt, anregt und wiederzuerwecken vermag. Unterstützend und begleitend arbeite ich auch psychotherapeutisch mit den vielfältigen Möglichkeiten der Hypnotherapie. |
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